Bankgewerbe

Zweiter Streiktag am 8. Juli 2016 in Berlin

Tarifrunde Banken 2016

Zweiter Streiktag am 8. Juli 2016 in Berlin

Private und öffentliche Banken in Berlin und Brandenburg: Starke Beteiligung auch am 2. Streiktag

Am heutigen Freitag, dem 8. Juni 2016 hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Beschäftigte von privaten und öffentlichen Banken in Berlin und Brandenburg zum Streik aufgerufen. Rund 750 Teilnehmende versammelten sich ab 9.30 Uhr bei der zentralen Kundgebung auf dem Breitscheidplatz.

Nachdem bereits am 24. Juni weit mehr als 500 Berliner und Brandenburger Bankbeschäftigte dem ver.di-Streikaufruf gefolgt waren, stieg die Zahl der Demonstranten nach der abgebrochenen dritten Verhandlungsrunde noch einmal deutlich an.

Der Streik führte zu erheblichen Einschränkungen bei den betroffenen Instituten in Berlin und Brandenburg. Viele Bankkunden standen am 8. Juli aufgrund des ganztägigen Streiks vor verschlossenen Türen, insgesamt waren rund 60 Bankfilialen sowie ganze Servicebereiche geschlossen. Zusätzlich blieben auch die Filialen der Commerzbank aufgrund einer gleichzeitig stattfindenden Betriebsversammlung unbesetzt.

Anlass für den ganztägigen Streik sind die Tarifverhandlungen für das private und öffentliche Bankgewerbe, da auch die dritte Verhandlungsrunde am 29. Juni 2016 ohne Ergebnis vertagt wurde. Ein von den Arbeitgebern vorgelegtes Angebot, das über eine Laufzeit von 36 Monaten bei fünf Nullmonaten umgerechnet nur minimale Lohnsteigerungen von 0,85 Prozent pro Jahr vorsah, hatte ver.di als „Mogelpackung“ zurückgewiesen.